Wiehnachtsgedichten op Platt

Am 1. Advent öffnet das Institut für niederdeutsche Sprache seinen diesjährigen literarischen Adventskalender. Auf der Homepage des Instituts (www.ins-bremen.de) erscheint bis zum Heiligen Abend unter dem Titel „Wünschen“ täglich ein plattdeutsches Weihnachtsgedicht. Da geht es um die Geburt in Bethlehem, um die Krippe und den leuchtenden Stern, es geht um Kerzen, Lebkuchen und den Tannenbaum. Auch die Weihnachtsbäckerei, Bratapfelduft und die Melodien des Flötenspielers fehlen nicht. Immer wieder ist der Wunsch zu spüren, die Advents- und Weihnachtszeit zu fühlen, hören, riechen und zu schmecken – sie mit allen Sinnen wahrzunehmen.

Deutlich zeigt sich aber auch, dass sich die meisten Autoren mit dem Thema Weihnachten schwertun. Denn die Idylle verbietet sich ebenso wie die Verweigerung. „Gerade die Töne, die zwischen dem Hoffen und Träumen auf der einen und dem gelebten Weihnachtsfrust auf der anderen Seite durchklingen, machen diese Sammlung zu einem aussagekräftigen Querschnitt aktueller plattdeutscher Literatur“, bekräftigt Christiane Ehlers, die das Homepageprojekt in Bremen betreut.

Angefragt hatte man bei Lyrikern und Lyrikerinnen aus unterschiedlichen plattdeutschen Regionen – die Resonanz war erstaunlich gut. So sind nun 22 Autoren mit insgesamt 30 Gedichten vertreten. Zu ihnen zählen Hans-Hermann Briese aus Ostfriesland, Ursel Meyer aus dem Landkreis Diepholz, Hartmut Cyriacks aus Hamburg und Rainer Prüß aus Schleswig-Holstein.