Me läät nit iut

Hoi was all dör de Döör riut.

„Säon Dickkopp“, bölkede Matthes. „Doi kann doch nit midden op de Autobahn iutste-igen un sick te Faute op’n Wiäg maken.“ Änne buschfischede in iähre Handtasche no iähre Hiärtdruoppens. Et was iähr all ganz benaut. Dör dat Finster saoch se noch diän witten Kopp van Emil tüschen de Autos, dann was hoi ächter em gräoten LKW verschwunnen. „Ow i-eck diän noch mol te soihn kre-ige?“, dach se un leckede de Druoppens iut iähre Hand.

„I-eck kann doch äok nix deför, dat ve he-i-e säo lange im Stau staohn mött“, fong Matthes niu we-i-er an. „Dobe-i es et gar nit män we-it büs no Hilgenhagen. Konn doi nit noch säolange wachen?“ „Nai“, sagg Änne, „konn hoi nit. Diu kenns doch u-esen Va. Wann doi sick opreget, schlätt iähm dat fottens op de Dötte. Bat soll hoi denn maken?“ Niu gäng et met iähre Re-ige en bi-etken vödder, sachte schuowen se sick an de lange Re-ige van de LKWs vörbe-i. Van Emil nix te soihn. „Wann hoi wennigstens en Handy hä“, fong Matthes niu we-i-er an, „owe met diäm niggemoidschen Krom well hoi jo nix te daun hem.“

Emil ha sick tüschen de LKWs dörschlaon, was dann üöwer de Leitplanke klätert un kuort drop in dat kloine Wäldken verschwunnen. Niu gäng et iähm all biätter. Ohne Le-iwpe-ine gaiht et sick doch vi-ell lichter! Niu waor dat Wäldken am Enne, un ächter de Bäume saoch hoi Autos foihen. Do holl hoi drop tau. De Richtung wuss hoi jo. Kinners, bat wäörn do vi-elle Autos unnerwiägens! Si-ecker, de Autobahn was jo verstoppet. Liuter moch hoi in diän Grawen iutweiken, wann en gräot Auto kam.

Hoi dach an se-ine schoinen niggen Schauh, se wäörn all wahne dri-etterig. Äok dän iähm se-ine Taiwen waih, dai wahne be-i-ein stiuket wäörn. Owe bat was dat all ti-egen de Le-iwpe-ine!

Dann kam hoi an ne Kruizung. Op dat Schild stond: Hilgenhagen 5 km. Dunnerwiär, noch 5 km! Dat kann em owe lang wärn met nigge Schauh. Bat soll hoi daun? En Bus was he-i-e äok nit te soihn. Soll hoi ...? Nai, dat ha hoi doch se-in Liäwedage noch nit maket. Owe noch 5 km in de niggen Schauh? Hoi pock sick en Hiärte un gäng üöwer de Strote, op de annere Se-it. Do stallde hoi sick an diän Rand, holl de Hand häoge un diän Diumen riut, säo as hoi et faker be-i de jungen Lui soihn ha. De Autos fiägeden vörbe-i. Dä, do blänket doch ennen un foihet rechts ran, gerade vör Emil. En jungen Käl sitt ächter dat Stui-er, mäket de Düör loss un lachet Emil an:

„Ick hew jo all vi-elle Anhalters metnummen“, sagg hoi, „owe säon ollen noch nit. Niu kummt män rin, wo wott Ihrt dann hen?“ Emil moch sick ais mol betiämmen. Hoi konn et noch gar nit begre-ipen, dat warraftig ennen anhollen ha. „No Hilgenhagen“, sagg hoi. „Dat es jo nit we-it. Do kann’k gau henbrengen. Büsäo se-id ihrt dann he-i-e te Faute unnerwiägens? Düese Strote döcht nit taum Spazaiengaohn.“ Niu vertallde Emil se-ine Geschichte.

Matthes un Änne hän diän Stau niu ächter sick. Matthes stuierde dat Auto op en Parkplass. Do stönnen ne Masse Autos, owe van Emil was nix te soihn. Änne was all huilsmote, owe se wogede nix te seggen, Matthes ha all genaug metmaket in diäm Stau un dann noch met Emil. Owe se gäng noch mol iäwen op’t Hiusken. Me konn jo nit wi-etten, villichte gaw et noch mol en Stau.

Gerade säten se we-i-er in dat Auto, do klingelde dat Handy van Matthes. Se-ine Süster Erika was dran. Se söllen sick män koine Sorgen maken wiägen Va, sagg se, doi wäör all do un kui-ede met Tim, se-inem Enkel.

Matthes sagg, se wäorn äok nit män we-it, un se könn diän Koffai all mol opsetten.

En dicken Ste-in foll Änne van de Siälle, säo harre, dat se all we-i-er an iähre Hiärtdruoppens dach. Owe et gäng gu-ett.

Noch 10 Miniuten, dann stönnen se vör dat Huisken van Klaus un Erika. Nai, bat was dat en Begruißen! De ganze Anspannung foll niu van dai boiden Besoikers aff. Bläoß van Tim un van Opa was nix te soihn, un dat, wo Tim doch vandage Geburtsdag ha.

Änne gäng vöriut in de beste Stuowe un triude iähre Äogen nit: Do sat Emil un lao sick van Tim verkläörn, biu me met’m Handy ümgaiht. Hoi was säo debe-i, dat hoi de Besoikers gar nit in Arg ha.

Änne gäng op Emil tau, nahm ne in de Ärme un ne dicke Tröne laip iähr üöwer de Backe. „Nai,“ sagg se, „bat hew i-eck mi doch Sorgen maket!“

„Jo“, sagg Emil, „dat däut mi wahne leid. Ke-ik, i-eck sin gerade met Tim tegange: Hoi well sick van se-in Geburtsdagsgeld en Smartpohne käopen, un se-in Handy well hoi me-i gi-ewen. Dat u-es säowat doch nit noch einmol passaiet.

Ingrid Kröner

Geb. 1941 in Unno, opwassen in Fröndenberg-Frömern, bat taum Kre-is Unno gehäört, un liäwe do äok vandage noch. I-eck kuie dat Hellwiäg-Platt (Unno), hew dat Leit vam Plattduitschen Kring Frömbeg (Fröndenberg) un vam Schre-iwerkring be-im Westfölschen He-imotbund in Mönster. Twei Bäukers hew i-eck schri-ewen: „Huckepack – Dat We-ihnachtsbauk“ un „Stückskes“. I-eck sin Rentnerin un Witfrau un hew allerhand te daun met Plattduitsch un Musik.