Dr. Ulf-Thomas Lesle

Ulf-Thomas Lesle, Kulturwissenschaftler, Dramaturg, Lektor, Publizist; geb. 1947 in Cuxhaven. 1971-1974 Studium Bibliothekswesen, 1974-1980 Studium Germanistik, Theaterwissenschaft, Geschichte und Volkskunde. 1981-1986 Dramaturg, Ohnsorg-Theater, Hamburg; 1985 Promotion. 1986-1990 Lektor, Argument-Verlag, Hamburg. Seit 1991 Mitarbeiter des Instituts für niederdeutsche Sprache; 1992-1995 stellvertretender Geschäftsführer, seit 1995 Geschäftsführer.
Veröffentlicht von Mitte der 1970er Jahre an zahlreiche Beiträge in Büchern und Kulturzeitschriften, schreibt Features für den Hörfunk, Themenschwerpunkt: Geschichte der niederdeutschen Bewegung, plattdeutsche Literatur und ihre Rezeption. 1984-1986 Lehrbeauftrager am Fachbereich Germanistik der Universität Hamburg. Bearbeitungen und Übertragungen für das Plattdeutsch-Theater (u. a. Stücke von Holberg, Horváth, Ibsen, Kohlhaase, Kusz). Wirkt(e) in plattdeutschen Organisationen und Gremien mit (u. a. Bevensen-Tagung, Schrieverkring Weser-Ems, Johannes-Saß-Preis, Fritz-Reuter-Preis, Niederdeutscher Literaturpreis der Stadt Kappeln, Willy-Beutz-Preis für niederdeutsches Schauspiel). Gehört seit 1995 zum Team der Plattdeutschen Nachrichten bei Radio Bremen eins.
Plädiert in seiner praktischen wie publizistischen Arbeit sowohl dafür, mit dem Plattdeutschen möglichst emotionsfrei umzugehen als auch für einen ethnologisch fundierten Blick auf Sprache und Kultur in Norddeutschland.

Veröffentlichungen (Auswahl)

 

2007

Kulturraum und Sprachbilder. Beiträge zum Symposion des Instituts für niederdeutsche Sprache und der Vereinigung Quickborn. (Hrsg. u. Vorw.) Leer 2007.
Johann Diedrich Bellmanns Dialogerzählung „Lüttjepütt“ und die Konstruktion des Heimatlichen. In: Ehren „Namen hefft“ se „van dem schonen Springe, de to Suden daran Dach un Nacht lopt, wo hart it frust ...“ Fs. 100 Jahre Zeitschrift „Quickborn“. Hamburg 2007.

2006

Dat Land so free un wiet. 150 Jahre niederdeutsche Literatur. (Hrsg. mit Reinhard Goltz). Hamburg 2006.

2005

Alfred Toepfer. Kaufmann und Mäzen. In: Zukunft, Heimat, Niedersachsen. Delmenhorst 2005.

2004

Imaginierte Gemeinschaft: niederdeutsche Identitätskonstruktionen. In: Schriftlichkeit und Identität in der Neuzeit. Neumünster 2004.
Regionale Geschichtsbilder: Klaus Groth und das Plattdeutsche. In: Kultur, Literatur und Wissenschaft in Deutschland und Frankreich. Würzburg 2004.

2002

Die niederdeutsche Literaturwissenschaft. Bilanz und Perspektive. In: Niederdeutsch an den Universitäten. Eine Bestandsaufnahme. Oldenburg 2002.

2001

Plattdeutsch zwischen gestern und morgen: Geschichtsbeschleunigung und die Suche nach der identitas. In Vulpis Adolatio. Fs. für Hubertus Menke. Heidelberg 2001.

2000

Bestseller des Bürgertuns und Kursbuch der Plattdeutschen: „Rembrandt als Erzieher“ von A. J. Langbehn. In: Kieler Blätter zur Volkskunde H. 2 (2000).

1999

Das Niederdeutsche und die norddeutsche Bühnenbewegung. In: Regionaler Fundamentalismus. Zur Geschichte der Heimatbewegung in Stadt und Land Oldenburg. Oldenburg 1999.

1996

Ludolf Wienbarg. Eine deutsche Biographie. In: „Heil über dir Hammonia“. Hamburg 1993.
Plattdeutsch-Theater quo vadis? In: Vun Böker un Minschen. Fs. für Friedrich W. Michelsen. Hamburg 1996.

1990

Hamburg als „Mittelpunkt und Kraftquelle“. Die „Niederdeutsche Bewegung“, ihre Voraussetzungen und Verbindungen. In: „Liebe, die im Abgrund Anker wirft“. Hamburg 1990.

1986

Das niederdeutsche Theater. Von „völkischer Not“ zum Literaturtrost. Hamburg 1986.

1983

Schwank. In: Handbuch zur niederdeutschen Sprach- und Literaturwissenschaft. Berlin 1983.

1978

Paul Schurek. Hamburger Bibliographien Bd. 23. Hamburg 1978.