26.02.2016

Vom Shanty bis zum Hip-Hop: plattdeutsche Musikdatenbank online

Auf welcher CD hat die Tüdelband ihren Hit „Uwe“ veröffentlicht? Gibt es von den Fofftig Penns außer „Löppt“ auch noch andere Hip-Hop-Stücke? Wie heißt eigentlich die letzte CD von Dreebladd oder von Lars-Luis Linek?

Antworten auf diese Fragen gibt die plattdeutsche Musikdatenbank. In den vergangenen zehn Jahren hat sich die plattdeutsche Musikszene rasant entwickelt, nicht zuletzt Wettbewerbe wie Plattsounds haben an der Vielfalt einen großen Anteil: Es gibt zahlreiche neue Gruppen, und es zeigt sich eine erstaunliche Bandbreite der Stilrichtungen – das Spektrum reicht vom Shanty über Folklore und Blues bis hin zum Punk-Rock.

Mit der neuen Datenbank ist es einfacher geworden, sich einen Überblick über die aktuelle plattdeutsche Musik zu verschaffen oder gezielt nach Detailinformationen zu suchen. Aufgenommen sind über 140 Einzelinterpreten sowie Gruppen mit ihren Veröffentlichungen ab dem Jahr 2000. Neben bekannten Gruppen wie Godewind oder Finkwarder Speeldeel beschränkt sich der Bekanntheitsgrad vieler Künstler oft auf ihre Region.

„In der Datenbank lässt sich nach Musiktiteln, aber auch nach Künstlern einer bestimmten Region oder nach Musikrichtungen suchen“, erläutert Reinhard Goltz vom INS. Zu jedem Künstler sind allgemeine Informationen sowie Angaben zu den Veröffentlichungen aufrufbar. Darüber hinaus soll der Datenbestand kontinuierlich um Bilder und Hörproben erweitert werden.

Der Aufbau der Datenbank sowie die Erfassung der Künstler und Veröffentlichungen wurden gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.