18.12.2015

Plattdeutsche Sprachlernkarten

Immer mehr Schülerinnen und Schüler in Norddeutschland haben Plattdeutsch auf dem Stundenplan: Neben den Arbeitsgemeinschaften ist ein deutlicher Zuwachs an systematischem Unterricht in der Regionalsprache zu verzeichnen. Benötigt werden neben Sprachlehrwerken zusätzliche Materialien, mit denen die Kinder die Sprache spielerisch erlernen können.

Für die jüngsten Lerner in den Klassenstufen 1 und 2 wurden nun Sprachlernkarten entwickelt. Auf der Vorderseite der Kärtchen ist jeweils ein Begriff visuell dargestellt, auf der Rückseite ist das niederdeutsche Wort zu lesen. „Durch Elemente wie eine kleine Maus bekommen die Motive einen fröhlichen Charakter, und die Karten können dazu beitragen, die Freude am Erlernen der Sprache zu fördern“, erläutert Christiane Ehlers vom Institut für niederdeutsche Sprache (INS). Die 50 Karten decken einen Anfangswortschatz ab.

Die Sprachlernkarten orientieren sich an dem 2015 im Quickborn-Verlag erschienenen und vom INS herausgegebenen Lehrbuch „Paul un Emma“. So stellen die Karten eine Ergänzung zu dem Lehrwerk dar; die Kinder werden viele Motive und Figuren wiedererkennen. Auf diese Weise werden die Zugänge zur Sprache erleichtert. Aber die Sprachlernkarten lassen sich auch unabhängig von dem Lehrbuch einsetzen.

Die grafische Gestaltung sowie der Druck der Sprachlernkarten wurden gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien. Die Materialien werden an Lehrkräfte weitergegeben, aber auch an Eltern und Großeltern, die spielerisch den PlattWortschatz mit den Kindern entdecken wollen: von Kantüffel und Buuk über füünsch und trurig bis spelen und slapen.