Plattsound

- der plattdeutsche Bandcontest

Die Entertainerin Ina Müller hat es vorgemacht, als sie Ende 2009 mit plattdeutschen Liedern die Charts stürmte. Nun will Niedersachsens Kulturministerium mit dem Bandwettbewerb "Plattsounds" Nachwuchs-Musiker für die niederdeutsche Sprache begeistern. Noch sprechen 2,6 Millionen Menschen in Norddeutschland Platt, vor 25 Jahren waren es allerdings doppelt so viele. "Sprache kann ganz schnell verloren gehen", sagte Kulturministerin Johanna Wanka (CDU) am Montag in Hannover. "Wir befürchten zwar nicht, dass die niederdeutsche Sprache ausstirbt. Wir müssen aber etwas dafür tun, dass junge Leute sagen, Plattdeutsch ist cool."

Bei dem Song Contest "Plattsounds" können sich auch Bands mit Texten auf Hochdeutsch, Englisch oder in anderen Sprachen bewerben. Alle Musikrichtungen sind willkommen: von HipHop, Elektro, Rock, Indie, Metal, Punk bis Reggae. Die Organisatoren helfen beim Übersetzen ins Niederdeutsche. "Wi nehmt allens. Ok Hoochdüütsch", sagt Organisator Thorsten Böhrnsen. Bewerbungsschluss ist der 31. August, das Abschlußfestival am 8. Oktober in Oldenburg.

Weitere Informationen gibt Thorsten Börnsen, Bernstorffstr. 157, 22767 Hamburg, Tel.: 040 – 18 109 757, Mail: info@remove-this.plattsounds.de
www.plattsounds.de
(FM)