Hoher Besuch im INS

Zum ersten Mal hat ein Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten das Institut für niederdeutsche Sprache besucht. Am 20. April fand sich Hartmut Koschyk gemeinsam mit seinen Bundestagskolleginnen Karin Evers-Meyer, Elisabeth Motschmann und Sarah Ryglewski in der Bremer Altstadt ein. Evers-Meyer gehört auch dem Beratenden Ausschuss für Fragen der niederdeutschen Sprachgruppe an. Motschmann und Ryglewski sind Bremer Bundestagsabgeordnete.

Der Präsident des Instituts, Pastor Dirk Römmer, und sein Stellvertreter Herwig Dust erläuterten die Grundlinien und erklärten die Schwerpunkte der niederdeutschen Sprach- und Kulturarbeit dar. So wird ein Projekt vorbereitet, in dem es um die Erfassung und Vernetzung von den rund 4000 niederdeutschen Theatergruppen geht. Noch in diesem Jahr soll eine repräsentative Umfrage zur Lage des Niederdeutschen durchgeführt werden, und zwar als gemeinsame Unternehmung mit dem Institut für Deutsche Sprache.

Koschyk und seine Bundestagskolleginnen erörterten mit den Vertretern des INS verschiedene Initiativen zur Stärkung der niederdeutschen Sprache, und zwar grundsätzlich über die Fraktions- und Koalitionsgrenzen hinweg. So verabredeten die Abgeordneten, dass sie sich künftig regelmäßig über niederdeutsche Fragen austauschen werden. Dazu gehört auch die Möglichkeit einer Sprachendebatte im Deutschen Bundestag noch in dieser Legislaturperiode.

An dem Besuch des Instituts für niederdeutsche Sprache in Bremen nahmen auch Vertreter der Bremer Kulturbehörde und des Bundesinnenministeriums teil.