16.11.2015

Bund gibt mehr Geld für Plattdeutsch

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat die Förderung des Instituts für niederdeutsche Sprache für das kommende Jahr von 50.000 Euro auf 120.000 Euro heraufgesetzt. Staatsministerin Monika Grütters teilte der Geschäftsführung diese positive Nachricht in einem persönlichen Schreiben mit. Dort heißt es: „Ich habe mich für die zusätzlichen Mittel für Ihre Einrichtung stets eingesetzt und bin sehr erfreut, dass es nun gelungen ist.“

Das Geld ist ausschließlich für Projekte vorgesehen, die innerhalb eines Jahres abgeschlos-sen werden müssen, und die für mindestens drei Bundesländer relevant sind. Bedarf gibt es bei Lernmaterialien für Schulen und Kindergärten; in Vorbereitung befindet sich aber auch eine umfassende Bestandsaufnahme aller niederdeutschen Bühnen – immerhin steht das plattdeutsche Theater seit einem Jahr auf der UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes.

Zufrieden zeigt sich auch die SPD-Haushaltspolitikerin und Bundestagsabgeordnete Karin Evers-Meyer (Friesland): „Ich freue mich über die zusätzliche Unterstützung seitens des Bundes für das INS. Damit kann das Institut seinen Plan für eine breit angelegte Umfrage zum Stand des Niederdeutschen umsetzen. Und natürlich hoffe ich, dass wir die Erhöhung der Finanzmittel für das INS auch über das Jahr 2016 hinaus verstetigen können. Das Institut leistet einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt des Niederdeutschen als Regionalsprache in Deutschland“, so Evers-Meyer.