12.12.2012

Wo steht welches Gedicht?

Wie oft erinnert man sich an ein Gedicht oder eine Erzählung, ohne dass man genau weiß, wo dieser Text steht.

Für solche Suchanfragen unterhält das Institut für niederdeutsche Sprache auf seiner Homepage (ins-bremen.de) eine Datenbank, über die sich die gewünschten Daten weltweit in kürzester Zeit ermitteln lassen.

Die jüngste Erweiterung des Datenbestandes ist gerade abgeschlossen. Zusätzlich aufgenommen wurden Zeitschriften bis zum Erscheinungsjahr 2010. Und auch die Anzahl der Zeitschriften wurde erhöht. „Wir haben Erweiterungen vor allem in Mecklenburg-Vorpommern vorgenommen, wo sich nach der Wende einige Kulturzeitschriften neu etabliert haben“, stellt Reinhard Goltz, Geschäftsführer am Institut für niederdeutsche Sprache, fest. Er hat allerdings auch beobachtet, dass viele Menschen noch nicht mit der Suchmöglichkeit unter „Literatur in Zeitschriften“ vertraut sind. So werden immer noch zahlreiche Anfragen direkt an das Institut gerichtet. „Diese Möglichkeit bleibt selbstverständlich bestehen“, betont der Projektleiter, „aber dann nutzen unsere Mitarbeiter eben die Datenbank.“

Gerade das Schaffen von Autoren, die nur regional bekannt sind und deren Texte nie zu einem Buch zusammengefasst wurden, lässt sich in der Datenbank leicht recherchieren. Insofern ist sie ein Hilfsmittel, das von Plattsprechern und Personen, die mit der plattdeutschen Sprache wenig vertraut sind, ebenso genutzt wird wie von Wissenschaftlern. Das Projekt wurde gefördert vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Weitere Informationen gibt das Institut für niederdeutsche Sprache, Schnoor 41-43, 28195 Bremen, Tel. 0421 / 324535.