10.06.2010

Platt-Vertreter übergeben Mediengutachten:

Plattdeutsche Beiträge im Radio und Fernsehen

gehören seit Jahrzehnten zum Programm des NDR und auch bei Radio Bremen. Den Plattdeutsch-Vertretern reicht dieses Angebot allerdings nicht. Vor allem vermissen sie verlässliche Strukturen für Platt in den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten.
Am 10. Juni hat der Bundesraat för Nedderdüütsch den norddeutschen Bundesländern ein juristisches Gutachten übergeben. Darin wird ausgeführt, dass die Länder aufgrund ihrer Verpflichtungen im Rahmen der Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen eine niederdeutsche Sprachenquote einführen müssten. Das Gutachten verfasst hat die Anwältin Dr. Jutta Engbers aus Friesoythe, die sich seit Langem mit Fragen des internationalen Rechts befasst.

Der Bundesraat för Nedderdüütsch beklagt, dass die Länder das Plattdeutsche in den Medien bislang eher stiefmütterlich behandeln. Reinhard Goltz, der Sprecher der Platt-Vertreter, betont: „Die Platt-Snacker haben ein Recht auf eine sprachliche Grundversorgung“. (FM)