11.04.2017

INS mit neuem Präsidenten

Die Sicherung der Zukunft des Instituts für niederdeutsche Sprache (INS) stand im Mittel-punkt der Mitgliederversammlung am 8. April in Bremen. Seit der Kündigung der institutio-nellen Förderung für das INS durch die Bundesländer Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein lotet der Trägerverein andere Finanzierungsmöglichkeiten aus. „Mit neuen Partnern soll und wird es gelingen, die erfolgreiche Arbeit des Instituts in den kom-menden Jahren fortzusetzen“, sagte der neugewählte Präsident des INS, Heiko Block. Er möchte nun rasch in den Dialog eintreten mit allen Ländern, in denen Plattdeutsch gespro-chen wird, sowie mit dem Bund. Ebenso sollen die Gespräche mit dem Institut für Deutsche Sprache (IDS) in Mannheim fortgeführt werden, die bisher projektbezogene Zusammen- arbeit auszubauen. „Wi sünd op den Weg, man noch nich öber'n Barg“, so Block.

Sorgen bereitet dem Verein die Situation der vier festangestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts. „Sie verdienen eine Perspektive über den 31.12.2017 hinaus“, be-tonte Block, auch mit Blick auf die bisherigen staatlichen Geldgeber, die eine in Jahrzehnten bewährte und allseits anerkannte Förderung binnen eines Jahres auf Null gefahren hätten.

Zuvor hatte die Mitgliederversammlung des Instituts für niederdeutsche Sprache e.V. er-freut zur Kenntnis genommen, dass alle Vorwürfe einer fehlerhaften Haushaltsführung in den Jahren 2014 und 2015 ausgeräumt sind. Dies bestätigt die Verwendungsprüfung der in-stitutionellen Förderung durch den Senator für Kultur in Bremen.

Als neuer Präsident des INS folgt Heiko Block aus Lilienthal auf Dirk Römmer, der aus Alters-gründen nicht zur Wiederwahl stand. Im Amt bestätigt wurde Vizepräsident Herwig Dust, Oldenburg, ebenso wie Schatzmeisterin Jutta Engbers aus Friesoythe. Als Beisitzerin bestä-tigt wurde Almut Heibült aus Bremen, als neuer Beisitzer wurde Rainer Schobeß aus Top-penstedt/Landkreis Harburg gewählt.