16.12.2013

Ottjens Lehrtied zweisprachig

Werkspionage, Unterschlagung von Firmengeldern, ein traditionsreiches Handelshaus kurz vor dem Bankrott – was Ottjen Alldag in seiner Lehrzeit erlebt, könnte mehrere Abenteuerromane füllen.

Doch der Erzähler Georg Droste entschied sich für einen anderen Weg: Für den Lehrling geht es darum, den eigenen Lebensweg zu finden und zu entscheiden, was gut für ihn ist und was nicht. Der junge Mann lernt Spelunken und finstere Gestalten kennen, aber auch in sich ruhende verlässliche Arbeiter und ehrliche Kaufleute. So zeichnet Droste ein differenziertes Sittengemälde, angesiedelt in Bremen vor 140 Jahren.

„Ottjen Alldag un sien Lehrtied“ erschien 1915 als zweiter Band von Drostes Romantrilogie in plattdeutscher Sprache. Nun hat das INS auch diesen Band in Platt und Hoch herausgegeben.

Das Buchprojekt wurde gefördert durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

"Ottjen Alldag halde deep Aten, as he ut den Stickdunst vun dat düstere köhlige Tobbackshus wedder in den warmen Aprilsunnenschien treet, de de eene Sied von'r Langenstraten beschiende. He weer in dissen Ogenblick to to wege, datt he nich wuß, of he lachen oder blarrn scholl. Disse Küpers! Dat weer jo 'n gräsige Banne!"

 

Georg Droste: Ottjen Alldag un sien Lehrtied. Een plattdütsch Vertellsel ut 'n Bremer Kopmannsleben.

Auf Nieder- und Hochdeutsch. Übersetzt von Rita Schloendorff

ISBN: 978-3-95651-006-9

Preis: 14,90 Euro

Das Buch ist regulär im Buchhandel sowie direkt beim Verlag (www.kellnerverlag.de) erhältlich.